Gartenbau
Aus volkswirtschaftlicher Sicht gehört der Gartenbau zum großen Gebiet der Landwirtschaft und lässt sich grob in zwei Teilgebiete unterteilen, nämlich dem Gebiet des Ackerbaus und im Gegensatz dazu dem Pflanzenbau. Im Rahmen des Gartenbaus werden Schnittblumen, Nutz- und Zierpflanzen (Obst und Gemüse), aber auch Gehölze, Stauden und Gewürzpflanzen herangezogen und teilweise direkt, aber auch über Großmärkte und Versteigerungen vermarktet. Gartenbaubetriebe finden sich meist in landwirtschaftlichem Umfeld und sind auch heute noch sehr oft kleine bis mittelgroße Familienbetriebe, die sich aus der ursprünglichen Landwirtschaft entwickelt haben. Spezialisierte Dienstleister bieten Innenraumbegrünung, Friedhofsgärtnerei oder auch Beratung bei Garten- und Landschaftsbaulichen Maßnahmen an.Auf privater Ebene überholt der Gartenbau im Rahmen der Kleingarten und Eigengartennutzung den Erwerbsgartenbau um Längen. Verteilt auf die Gesamtfläche Deutschlands von 357.000 km²; fallen ca. 55 % auf die Landwirtschaft, 30 % sind Waldfläche und 10 % Wohnfläche und Verkehrsfläche.
Dabei macht der Gartenbau auf etwa 1 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche 10 % des Volumens der Landwirtschaft aus. Das ist im Vergleich zu anderen europäischen Ländern gering, schaut man zum Beispiel in die Niederlande, findet man dort etwa 18 %.
Wurde noch vor einigen Jahren auf Massenproduktion und den eher schnellen und einfachen Gartenbau zum Beispiel beim Obst- und Gemüseanbau gesetzt, nehmen sich die Gartenbauer mittlerweile beim Dünge- und Wachstumsmittelzusatz wieder zurück und fördern dem Endverbraucher zu Gute wieder den Bioanbau, der auf chemische Zusätze etc. verzichtet. Der Gartenbau ist ein wichtiger Teil im Bereich der Landwirtschaft, der einen großen Einfluss auf das Leben eines jeden Einzelnen hat.
